Bei uns Menschen ist das ein bisschen anders. In unserem Leben scheint etwas passiert zu sein, dass uns von dieser Leichtigkeit und Natürlichkeit wegbrachte.
So entstand ein innerer Abwägungsprozess zwischen Wahrhaftigkeit, Schweigen oder
Inszenierung.
Wann hast du das letzte Mal geschwiegen, so getan als ob oder die Maske aufgesetzt?
Du entscheidest dich, lieber nichts zu sagen, oder wechselst in die Inszenierung. Vielleicht denkst du dabei, du wärst der Einzige, der das tut. Alle anderen im Raum wirken so gefasst, gelassen und professionell. Wenn sich dieser Gedanke verfestigt und zu einem Glaubenssatz wird, steigt der innere Druck noch mehr und wir geben uns noch mehr Mühe. Jetzt geht es jedoch nicht mehr darum,
gemocht zu werden oder dazuzugehören. Jetzt geht es darum, nicht auf frischer Tat ertappt zu werden. Schnell kommt jetzt auch die Scham mit ins Spiel.
Es gibt etwas in dir, von dem du beschlossen hast, dass die Welt es nicht sehen sollte.
Nicht selten stecken dahinter leidvolle Geschichten von Erfahrungen, von nicht willkommen zu sein, Verurteilung, Bloßstellung oder Beschämung. Das führte zur Zurückhaltung, zum Schweigen, zur Wut, zur Traurigkeit oder zur Entscheidung ein
passendes Kostüm zu schneidern. Wir bauten uns einen passenden erfolgversprechenden Charakter, der vielleicht leichter und humorvoller durch das Leben ging.
In mir gab es beide Bewegungen. Meine Wut ging nur kurz in meiner Rebellenphase zur Lösung aus dem Elternhaus nach außen. Die restliche Zeit ging sie weitestgehend nach innen und wurde zusammen mit meiner Traurigkeit zu meinem Antrieb, dem Feuer auf meiner Suche.
Parallel hierzu ging ich auch den Weg der Inszenierung. Im
Vollgas-Modus lernte ich alles, was es scheinbar brauchte, um in diesem Leben „erfolgreich“ zu sein. Nach jeder Erfahrung reflektierte ich kritisch und suchte nach weiteren Optimierungen. Meine Wut und Traurigkeit trieben mich zur Perfektion und zu scharfer Selbstkritik. Mit aller Kraft versuchte ich zu verhindern, dass jemand hinter meine Maske und Kostüm blicken konnte. Mein Problem blieb nur, dass ich tief in mir, wusste ich immer, dass ich nicht dieses Kostüm war. Erst als ich bereit war,
meine Wut und Traurigkeit zu sehen, wurde mir klar, dass mich Perfektion nicht ins Leben führt, sondern aus ihm heraus. Das war mein Wendepunkt.
Bei der Inszenierung entdeckte ich eine Schleife, die ich sehr spannend fand. Je mehr ich mich inszenierte, desto mehr musste ich von mir selbst verbergen. Je mehr ich verbarg, desto isolierter fühlte ich mich.
Umso isolierter ich mich fühlte, desto mehr war ich davon überzeugt, dass ich der Einzige war, der diesen „Sch….“ machte.
Je
überzeugter ich davon war, desto mehr Angst hatte ich, dass jemand davon erfahren könnte.
Das Problem in der Inszenierung ist, dass sie für viele funktioniert. Sie führt in unserer Welt zur Wertschätzung, Zugehörigkeit und häufig auch beruflichen Erfolg. Es gibt keinen wirklichen Grund sie aufzugeben, solange du nicht auf den Preis schaust, der damit einhergeht.
Den größten Preis zahlst du selbst. Wir verbrauchen so viel Energie und innere Ressourcen für die Inszenierung, die uns im
wirklichen Kontakt mit anderen fehlen. Wie möchtest du mit Jemanden wirklich in Kontakt gehen, wenn du vor ihm schauspielst? Auch deine Wahrnehmung ist super kontaminiert und wird gefiltert durch deine eigenen Ängste, Sorgen, Befürchtungen und Zweifel. Du hörst auf, die andere Person zu sehen, und fängst an, die Ängste und Befürchtungen davor zu sehen, was sie wohl von dir denken könnte.
Die zweiten Kosten gehen zu Lasten deiner Beziehungen. Wer von deinen Liebsten, dein(e) Partner(in),
Kinder, beste(r) Freund(in) kennt dein wahres Ich? Deine Unsicherheiten, Widersprüche, deine Ängste dich ganz zu zeigen oder deine Bedürfnisse laut auszusprechen. Wenn Menschen nur die Version von dir lieben, die du für ihren Komfort gemacht hast, dann lieben sie dich nicht. Vielleicht lieben sie nur die „Performance Version“ von dir. Irgendwo tief in deiner Brust weißt du, dass du niemals ganz gesehen wurdest.
Für mich ist dies der Grund, warum ich den Inneren Kompass Coaching Retreat
erschaffen habe. Egal wie du deinen Weg gegangen bist, ob in die Inszenierung, ins Schweigen oder in das Arrangement mit den Gegebenheiten. Wir alle tragen tief in unserem Herzen den großen Wunsch, ganz gesehen zu werden. Hiermit kehren wir gefühlt zurück zu unserem Ausgangspunkt oder anders gesagt zu einer Schwelle, von der das Leben einen ganz anderen Verlauf nehmen kann, losgelöst von unserer Vergangenheit. Mein Grandfather würde dazu sagen, dass unser „Heiligtum“ zurück in unser Leben
kommt.
Meine Retreats widmen sich den 4 Fokusthemen (Innerer Halt, Selbstliebe, Innere Grenze und Selbstführung), die es braucht, um deine ganze Power, Liebe und Einzigartigkeit ins Leben zu holen. Egal, wie weit du gehen möchtest: Hier kommst du an einen Ort, an dem du alle offenen Fragen über dich selbst klären kannst. Darüber hinaus bekommst du ein neues Verständnis über das, was im Leben alles entscheidet – das menschliche Verhalten.
Freue dich im Sommer vom Do. 25. Juni
– So. 28. Juni 2026 auf den Inneren Kompass Coaching Retreat Innerer Halt – Sicherheit in verrückten Zeiten und bekomme in einem vertrauensvollen Umfeld ein komplett neues Verständnis für dein eigenes psychologisches Treibhaus. Gerade in der heutigen Zeit brauchen wir einen neuen inneren Halt, der frei ist von den Wellen und Stürmen des Alltags.
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In den letzten Monaten führte ich einige Gespräche mit Interessent:innen, die sich diesen Retreat
finanziell nicht leisten können. Mir wurde hierbei noch einmal klarer, dass meine HERZ-Regelung mit der Bitte sich einfach bei mir zu melden nicht wirklich greift. Es fühlt sich blöd an, einen möglichen Betrag zu nennen, da damit auch eine Wertschätzung einhergehen könnte.
Von daher gibt ab jetzt für jeden Retreat 2x Sponsorenplätze für 500 EUR (exkl. Unterkunft/Verpflegungspauschale) für Interessent:innen, die sich den Retreat gerade finanziell nicht leisten könnten. Die
Buchungen erfolgen nach dem Windhundrennen normal über meine Website. Einzige Ausnahme, sei bitte so lieb und schicke mir eine Nachricht über mein Kontaktfeld (ganz unten in der Fußzeile) mit deinen kompletten Kontaktdaten und deinem Retreatwunsch. Soweit noch verfügbar, sende ich dir dann deine Anmeldebestätigung/Rechnung via Email.
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Bei weiteren Fragen kontaktiere mich bitte,
ich wünsche euch einen wunderschönen
Frühling,
herzlichst
Euer Axel Neo
Alle weiteren Informationen und Termine findest Du, wie immer, auf meiner Website axelneopalzer.com